Kompetenzmodell

Unternehmen fehlt es oft an Orientierung im Dschungel möglicher  Kompetenzen und Kompetenzmodelle. Daher werden Kompetenzen meist entweder selbst definiert und oder von Beratungshäusern ohne einschlägige Methodenkompetenz erworben. Weder die methodische Qualität, noch die Passung zum Unternehmen sind dadurch sichergestellt.

Aus diesem Grund wird das IQP häufig beauftragt, die methodische Güte eines bestehenden Kompetenzmodells systematisch zu begutachten und Optimierungsempfehlungen auszusprechen.

Zudem wurde am IQP ein wissenschaftlich fundiertes und in der Praxis inzwischen etabliertes Kompetenzmodell (IQP-WKM) entwickelt. Aus diesem Modell kann bei Bedarf gemeinsam mit HR und Geschäftsleitung des Kunden eine Auswahl an Kompetenzen getroffen werden. Diese Kompetenzen werden in ihrer konkreten Ausgestaltung anschließend an die kulturellen Besonderheiten des Unternehmens angepasst. Das IQP-WKM dient somit als Referenzsystem zur Orientierung für Praktiker in HR und Fachabteilungen.

Das IQP-WKM wurde in einem mehrstufigen Verfahren durch eine Gruppe von 15 personalpsychologisch geschulten Fachexperten entwickelt und wird stetig evaluiert und optimiert. Es enthält mit 11 Kompetenzen ein Set an Merkmalen, das in der Unternehmenspraxis handhabbar und nachvollziehbar ist. Zentrale Kriterien für die Konstruktion waren:

  • Die Kompetenzen haben einen nachgewiesenen Bezug zu Berufserfolg und sind in der angewandten personalpsychologischen Forschung etabliert.
  • Die verwendeten Kompetenzbezeichnungen und -definitionen sind klar voneinander getrennt. Denn: Insbesondere vor dem Hintergrund der praktischen Anwendbarkeit sind eindeutige Formulierungen und klare Abgrenzungen wichtig, um die zuverlässige Nutzung durch Mitarbeiter ohne hohe HR-Expertise gewährleisten zu können.
  • Die Kompetenzen lassen sich mittels klassischer Instrumente der Potentialanalyse gut messen sowie im Rahmen der Personalentwicklung nutzen.

Die 11 Kompetenzen des IQP-WKM sind unterteilt in drei Kategorien: Bereitschaft, Fähigkeit und Fertigkeit. Während Bereitschaften Einstellungen, Motive sowie Persönlichkeit im Allgemeinen abbilden und somit zeitlich stabil sowie schwer veränderbar sind, lassen sich Fähigkeiten und insbesondere Fertigkeiten leichter durch Trainings und weitere Maßnahmen in ihrer Ausprägung verändern. Jede Kompetenz ist durch 4-7 Definitionsbestandteile beschrieben. Folgende Kompetenzen sind im Modell enthalten:

Bereitschaften: Emotionale Belastbarkeit, Extraversion, Geistige Flexibilität, Gewissenhaftigkeit, Leistungsmotivation, Risikoneigung, Teamorientierung

Fähigkeiten: Kommunikationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Soziale Einflussnahme

Fertigkeiten: Systematische Arbeitsweise

Details zum Thema Evaluation eines Kompetenzmodells sind in unserer Broschüre hier zusammengestellt.